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Revitalisierung Baudenkmäler

REVITALISIERUNG

 

DER VERANTWORTUNGSVOLLE UMGANG MIT DEN ORTSBILDPRÄGENDEN GEBÄUDEN UNSERER HEIMAT IST EINE VERPFLICHTUNG.

 

AN DER ALTEN SPINNEREI

Die Spinnerei – eine große Vergangenheit und eine blühende Zukunft. Es war und ist eines der ehrgeizigsten Projekte in der Region: Mitten in Kolbermoor entstand ein komplett neuer Stadtteil auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei. Getreu der Devise "Neues schaffen, Altes bewahren" wurden die Industriedenkmäler saniert und und einer modernen Nutzung zugeführt.

Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Genießen zwischen Mangfall und Auwald, zwischen Historie und Gegenwart. Das Herzstück des Areals sind Industriedenkmäler, die an die Geschichte Kolbermoors erinnern. Sie sollen erhalten bleiben und faszinieren bis heute. 

 
 

Foto: ARCHIMAGE, Maike Hansen

VERTRAUENSVOLL

Spannend war der Umgang mit der Natur. Ein verwilderter Wald hat in den letzten Jahrzehnten einen wunderschönen und schützenswerten Baumbestand hervorgebracht. Die in das ehrgeizige Projekt gesetzten Erwartungen haben sich mehr als erfüllt: Nahversorgung, Apotheken und Ärzte, helle Loftbüros und geräumige Loftwohnungen präsentieren sich im historischen Spinnerei Neubau. Die Energiezentrale mit Kessel- und Turbinenhaus, Färberei und Batteurgebäude beherbergt neben beeindruckenden und charmanten Veranstaltungsmöglichkeiten auch Läden, ein Café und ein Restaurant: Giuseppe e Amici - eine prämierte Pizzeria gehört zu den beliebtesten Italienern der Region.

 
Verwaltergebäude Kolbermoor - An der Alten Spinnerei
 

REVITALISIERUNG DES LETZTEN BAUDENKMALS 

Das Verwaltungsgebäude der Baumwollspinnerei entstand 1901 im Form eines L-Baus und wurde durch mehrmalige Umbauten in den 50er und 60er Jahren stark verändert. Das Gebäude beherbergte im Erdgeschoss Kistenmacher, Schreiner und Schlosser. Im Obergeschoss befand sich die Verwaltung, ein Betsaal für die evangelischen Arbeiter und ein Saal für Kinder unter 16 Jahren. 1993 stellte die Spinnerei ihre Produktion ein, das Verwaltergebäude wurde geschlossen und verfiel über die Jahre zu einem baufälligen, äußerst unattraktiven Gebäude. 2014 wurde die Revitalisierung fertig erfolgreich abgeschlossen. Heute unterrichten in historischer Kulisse internationale Größen der Kunstszene wie Markus Lüpertz oder Hermann Nitsch Kunststudenten im Ober- und Dachgeschoss. Im Erdgeschoss sind hochwertige Einzelhandelsflächen für Mode, Künstlerbedarf und Kücheneinrichtung entstanden. Fertigstellung: Sommer 2014

 
 

DIE KUNSTMÜHLE ROSENHEIM

Die Kunstmühle Rosenheim war einst das Wahrzeichen der Stadt. Nach jahrelangem Leerstand und Abrissgefahr ist sie heute ein ansprechendes Quartier, das den Charakter der historischen Mühle zur Geltung bringt und mit moderner Industriearchitektur verknüpft.

Die Roggenmühle am Mühlbach wurde 1854 gebaut und mit einem damals hochmodernen Mahlsystem ausgestattet. Bald darauf gründete man die Kunstmühle Rosenheim Aktiengesellschaft. Das Wort "Kunst" bezeichnet hier die Idee, eine automatische Mühle mit mechanischer Getreideförderung nach USA-Vorbild zu bauen. Nachdem 1857 die Eisenbahnlinie München-Salzburg eingerichtet wurde, erlebte die Region großen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Mühle war eines der bedeutendsten Unternehmen darin. Nach vielen schlechten Phasen endetet 1974 die glanzvolle Zeit der Kunstmühle und sie wurde endgültig geschlossen. Ab 1992 standen sowohl die Mühle, als auch das Silo leer. Obwohl man den Gebäudekomplex unter Denkmalschutz gestellt hatte, wagte sich aufgrund des enormen Bauvolumens niemand an die Instandsetzung.

 
 
 

Der markante, 54 Meter hohe Wasserturm von 1890 ist das auffälligste Zeichen der Kunstmühle und gehört zum Stahlbeton-Silogebäude von 1916. Im Jahr 2002 erwarb die Familie Werndl das Gesamtobjekt und realisierte ein modernes Dienstleistungszentrum mit Gewerbe- und Büroflächen. Der stark baufälligen Komplex wurde unter hohem technischem Aufwand zu einem Bürohaus mit viel Nutz- und 4.000 m² Bürofläche umfunktioniert. Im Erdgeschoss ist eine Kaffeerösterei mit Restaurant zuhause und bildet den kommunikativen Treffpunkt im Quartier. Der größte Teil des Getreidesilos musste aus statischen Gründen leer bleiben. Nur zum Einbau eines Treppenhauses konnten wenige Siloschotten entfernen werden.

Aus der Herausforderung, der sich die Investoren stellten, resultierte nach drei Jahren Bauzeit ein gelungenes Objekt. Die Quest-Kunstmühle ist ein Gesamtwerk, in dem mit ausgefallener Industriearchitektur eine kreative Bürolandschaft mit 130 neuen Arbeitsplätzen geschaffen wurde.